Vergaser-Tuning - drei Stufen mit Bedueusungs-Tabellen
Beduesung, Sport-Vergaser und Step-by-Step-Praxis
Vergaser-Tuning
Vergaser-Tuning bedeutet, das Luft-Kraftstoff-Gemisch eines Zweitakters an einen geaenderten Motor anzupassen. Sobald Auspuff Tuning, ein Sport-Zylinder oder eine Membransteuerung eingebaut wird, aendert sich die angesaugte Luftmenge - der originale Vergaser foerdert dann zu wenig oder zu viel Kraftstoff. Die Folge ist im einen Fall Leistungsverlust und Kolben-Fresser, im anderen Fall russiges Kerzenbild, schlechtes Hochdrehen und hoher Verbrauch. Vergaser-Tuning bringt das Gemisch wieder ins Soll und macht die Mehrleistung der anderen Tuning-Massnahmen erst nutzbar.
Was Vergaser-Tuning bewirkt
Ein Zweitakter saugt pro Umdrehung Frischgas an. Ein Sport-Auspuff mit Resonanz-Effekt zieht zusaetzlich Gemisch aus dem Brennraum (Resonanz-Aufladung), ein groesserer Zylinder hat mehr Volumen, eine Membran-Ansaugung verlaengert den Einlass. Alle drei Massnahmen erhoehen den Luftdurchsatz im oberen Drehzahlbereich. Damit das Gemisch in seinem fetten Soll-Bereich (lambda etwa 0,85 bis 0,90 bei 2T mit Volllast) bleibt, muss mehr Kraftstoff foerderbar sein. Genau das leistet die Vergaser-Abstimmung: sie passt die Duesengroessen, die Nadel-Position und gegebenenfalls den Vergaser-Durchmesser an die neue Luftmenge an.
Die drei Tuning-Stufen
Vergaser-Tuning laesst sich in drei klar getrennte Eskalations-Stufen einteilen:
- Stufe 1 - Bedüsung: gleicher Vergaser wie original, aber andere Duesen. Sinnvoll nach Sport-Auspuff allein oder bei kleinem Zylinder-Tuning bis etwa +30 Prozent Mehrleistung. Kostet 5 bis 20 Euro fuer einen Duesensatz
- Stufe 2 - Groesserer Vergaser: der Original-Vergaser wird gegen ein groesseres Modell getauscht, z.B. Dellorto PHBN 12 raus, PHBG 19 rein. Notwendig wenn der Original-Vergaser zu klein wird (Drosselwirkung am Diffusor). Typisch bei 70-ccm-Zylindern oder Sport-Auspuff plus Zylinder
- Stufe 3 - Sport-Vergaser mit Membran: komplette Umruestung von Schlitz- auf Membran-Ansaugung, mit grossem Flach- oder Rundschieber-Vergaser (PHBG 21, Mikuni VM 24, Keihin PWK 28). Eingriff in den Motorblock-Bereich, meist nur bei Race-Setups und Full-Tuning
Jede Stufe baut auf der vorherigen auf - wer von original auf Stufe 3 springt, ueberspringt wertvolle Erfahrungs-Werte.
Bedüsung Schritt fuer Schritt
Die haeufigste Anpassung ist die Stufe 1, also der Duesentausch. Sie laeuft in sechs nachvollziehbaren Schritten ab:
- 1. Original-Werte notieren: vor dem ersten Eingriff Hauptduese, Nadelduese, Duesennadel-Position, Leerlauf-Duese und Schwimmer-Hoehe protokollieren. Diese Werte sind die Referenz, auf die man jederzeit zurueck kann
- 2. Erste Aufduesung schaetzen: nach Sport-Auspuff allein wird typisch um 10 bis 15 Prozent angefettet, nach Zylinder plus Auspuff um 15 bis 25 Prozent, nach Membran plus Zylinder plus Auspuff um 25 bis 40 Prozent. Beispiel: original 68er Hauptduese, nach Sport-Auspuff zunaechst 75 oder 78 einbauen
- 3. Warmfahren und Probefahrt unter Volllast: mindestens 5 Minuten warmfahren. Dann eine laengere Volllast-Strecke (mindestens 500 Meter) im hoechsten Gang oder bei Roller bei Endgeschwindigkeit fahren. Am Ende sofort Zuendung aus, Motor auskuppeln, ausrollen lassen - Vergaserstellung "einfrieren"
- 4. Kerzenbild ziehen: Zuendkerze ausbauen und Isolator-Fuss begutachten. Rehbraun-hellbraun = passend. Weiss, hellgrau oder mit kleinen Aluminium-Tropfen = zu mager (gefaehrlich!). Tief-schwarz und nass-russig = zu fett
- 5. Korrigieren in Einzelschritten: bei weisser Kerze die naechste Duesengroesse einbauen (z.B. 75 ? 78 ? 82). Bei russiger Kerze eine Nummer kleiner. Immer nur eine Aenderung pro Probefahrt - sonst weiss man nicht, was gewirkt hat
- 6. Abschluss-Kontrolle: nach gefundenem Soll-Wert noch zwei bis drei Probefahrten zur Bestaetigung, dann erst die Mittel-Last- und Teillast-Bereiche (Nadel, Leerlaufduese) feinabstimmen
Mehr Hintergrund zur Werkstatt-Praxis steht unter Vergaser einstellen. Wer Kerzenbilder nicht sicher lesen kann, sollte sich unter Zuendkerzenprobleme einlesen.
Düsen-Stufen und Hersteller-Sprung
Hauptduesen werden in genormten Sprungweiten gefertigt. Bei den verbreiteten europaeischen Marken Bing und Dellorto liegen die Stufen in 5er-Sprung (60, 65, 70, 75, 80, 85, 90, 95, 100, 105, 110), bei groesseren Vergasern teilweise in 2er-Sprung. Die Nummer auf der Duese entspricht in etwa dem Durchmesser der Foerderbohrung in hundertstel Millimetern (eine 80er Duese hat etwa 0,80 mm Bohrung). Mikuni nutzt teils 2,5er-Sprung (z.B. 152,5; 155; 157,5), Keihin bei den PWK-Duesen 2er- bis 5er-Sprung. Eine Duese der Naehe direkt vergleichen ist nicht moeglich - Dellorto 90 entspricht nicht Mikuni 90, jeder Hersteller hat eigenes Foerder-Profil.
Duesennadel-Position - Mittellast feintunen
Die Duesennadel sitzt im Schieber und steckt mit ihrem konischen Ende in der Nadelduese. Im Bereich von etwa 1/4 bis 3/4 Gas wird das Gemisch durch die Nadel bestimmt. Am Nadelkopf sind in der Regel fuenf Ringe als Clipsitze gefraest. Der Sicherungsclip wird in einen davon eingerastet:
- Clip Position 1 (oberster Ring): Nadel sitzt am hoechsten im Schieber, ragt am weitesten in die Nadelduese hinein ? weniger Spalt ? magereres Gemisch in Teillast
- Clip Position 3 (Mitte): Werksstellung der meisten Hersteller
- Clip Position 5 (unterster Ring): Nadel sitzt am tiefsten, ragt am wenigsten hinein ? groesster Spalt ? fetteres Gemisch in Teillast
Faustregel: Hauptduese erst nach Volllast-Kerzenbild bestimmen, danach die Nadel feinjustieren. Wer in Teillast bei konstantem Gas "viertaktet" (rhythmisches Aussetzen), hat zu fett - eine Clip-Stufe nach oben. Wer in Teillast Leistungs-Loecher oder Klingeln hat, hat zu mager - eine Stufe nach unten.
Leerlauf-Schraube und Leerlauf-Duese
Im Bereich von 0 bis etwa 1/8 Gas regelt die Leerlauf-Schaltung das Gemisch. Sie besteht aus der Leerlauf-Duese (fest verbaut) und der Gemisch-Regulier-Schraube (von aussen einstellbar). Die Schraube wird ab dem Anschlag um 1,5 bis 2,5 Umdrehungen herausgedreht - der genaue Wert kommt aus dem Werkstatthandbuch. Drehen heraus = mehr Luft = magerer, drehen hinein = weniger Luft = fetter (gilt fuer Vergaser mit Luft-Regulierschraube im Vorlauf, also fast alle Bing- und Dellorto-Modelle).
Vorgehen: bei betriebswarmem Motor die Schraube langsam reindrehen, bis der Leerlauf sinkt. Dann langsam herausdrehen, bis der Motor wieder am hoechsten dreht und sauber rund laeuft. Anschliessend Leerlauf-Anschlag-Schraube absenken bis zur Soll-Drehzahl (typisch 1500 bis 2000/min beim 2T-Roller, 1200 bis 1500/min beim Mofa). Reagiert der Motor in keinem Bereich zwischen 1,0 und 3,0 Umdrehungen sauber, ist meist die Leerlauf-Duese zu klein oder zu gross.
Schwimmer-Hoehe - das vergessene Detail
Die Schwimmer-Hoehe bestimmt den Kraftstoff-Stand in der Schwimmerkammer und damit den hydraulischen Druck auf alle Duesen. Eine zu hohe Schwimmer-Position (Schwimmer zu spaet zu) macht den Vergaser pauschal fett, eine zu niedrige macht ihn pauschal mager - dann hilft kein Duesenwechsel mehr, das Gemisch wandert mit jedem Tank-Stand. Typische Soll-Werte liegen je nach Modell bei 22 bis 26 mm, gemessen von der Schwimmerkammer-Dichtflaeche bis zur Schwimmer-Oberkante (Vergaser kopfueber, Schwimmer-Nadelventil gerade geschlossen).
Eingestellt wird ueber die Lasche am Schwimmer-Arm. Vor jedem ernsthaften Bedüsungs-Versuch sollte die Schwimmer-Hoehe einmal kontrolliert werden - sie ist die haeufigste verborgene Fehlerquelle.
Hersteller und Modelle in der Tuning-Szene
Drei Vergaser-Familien teilen sich den Aftermarket fuer 2T-Roller und Kleinkraftraeder:
- Dellorto PHBG 19 / 21: italienischer Rundschieber-Vergaser, der Klassiker fuer Polini-, Malossi- und Stage6-Kits. Komplette Bedüsungstabellen liegen den Tuning-Kits bei. Polini empfiehlt fuer den 70er Polini Sport-Zylinder am Minarelli-Liegend typisch eine 80er bis 88er Hauptduese, W7- oder W9-Nadel auf Clip 2 oder 3 und 42er Leerlauf-Duese (PHBG 19,5 BS)
- Mikuni VM 22 / 24: japanischer Rundschieber, Standard bei Yamaha Aerox- und CPI-Tuning. Werks-Bedüsung VM 20 typisch 180er Hauptduese, 22,5er Pilotduese und 4D20-Nadel. Mikuni bietet zusaetzlich Power-Jet-Kits, die unter Volllast eine zweite Spritzduese zuschalten
- Keihin PWK 28 / 30: japanischer Flachschieber, im Cross-125-Bereich gesetzt. Hat die feinste Ansprache und wird auch im Roller-Race-Setup eingesetzt, wenn die Membran genug Querschnitt hat. PWK-Duesennadel ist die wichtigste Stellschraube - Form, Durchmesser und Konizitaet bestimmen 1/4 bis 3/4-Gas-Verhalten praktisch komplett
Praxis-Tabelle haeufige Tuning-Setups
Die folgenden Werte sind Erfahrungs-Richtwerte fuer einen aufgewaermten Motor auf Meereshoehe. Sie ersetzen keine eigene Kerzenbild-Kontrolle:
- 50-ccm-Original-Zylinder, Sport-Auspuff allein, Bing 12 oder Dellorto PHBN 12: Hauptduese 60-66 (statt 52-56 original), Nadel Werks-Clip, Leerlauf 38-42
- 50 ccm Sport-Zylinder + Sport-Auspuff, Dellorto PHBG 19: Hauptduese 70-78, Nadelclip 2 von oben, Leerlauf 38-42
- 70-ccm-Sport-Zylinder + Sport-Auspuff + Membran, Dellorto PHBG 19/21: Hauptduese 92-100, Nadelclip 3 von oben, Leerlauf 42-48
- Race-Setup 70-90 ccm mit Mikuni VM 24 oder Keihin PWK 28: Hauptduese 110-130 (Mikuni), 110-125 (PWK), Nadel mittlere Position, Pilot 25-35
Spezialfaelle - Wetter und Hoehenlage
Die Luftdichte schwankt mit Temperatur, Luftdruck und Hoehe. Eine einmal abgestimmte Bedüsung ist nicht ueber das ganze Jahr stabil:
- Hoehenlage ueber 1000 m: duennere Luft ? bei gleicher Duese wird das Gemisch fetter ? eine Hauptduese kleiner pro 1000 Hoehenmeter
- Kalte Witterung (unter 5 Grad C): dichtere Luft ? magerer als beim Einstellen im Sommer ? eine bis zwei Duesengroessen groesser, sonst Kolben-Fresser-Gefahr
- Heisser Sommer (ueber 30 Grad C): duennere Luft, hoehere Vergaser-Innentemperatur ? eine Duesengroesse kleiner, sonst Aussetzer und russiges Kerzenbild
- Luftfeuchtigkeit hoch: Wasserdampf verdraengt Sauerstoff ? das Gemisch fettet zusaetzlich an, vor allem im Sommer-Gewitter merklich
Wer den Roller im Sommer abstimmt und im Winter faehrt, sollte die Wintereinstellung gesondert testen oder einen "Winter-Duesensatz" mitfuehren.
Haeufige Fehler beim Vergaser-Tuning
- Mehrere Aenderungen gleichzeitig: Hauptduese und Nadelclip zusammen tauschen - dann ist die Wirkung nicht mehr zuzuordnen. Immer nur ein Bauteil pro Probefahrt
- Ohne Kerzenbild-Kontrolle: nach Bauchgefuehl bedüsen funktioniert nicht. Die Kerze ist der einzige direkte Lambda-Indikator beim Hobby-Tuner
- Schwimmer-Hoehe vergessen: macht alle Duesen-Versuche zur Lotterie. Vor der Bedüsung pruefen
- Falsches Mischverhaeltnis beim Probieren: wer von 1:50 auf 1:33 wechselt, hat plotzlich weniger Sprit pro Liter Gemisch - das wirkt wie magere Bedüsung. Mischverhaeltnis erst festlegen, dann bedüsen
- Kerze zu lange ausgegluet: nach 30 Sekunden Leerlauf zeigt die Kerze nicht mehr das Volllast-Gemisch, sondern den Leerlauf. Direkt nach Volllast Motor ausschalten und sofort die Kerze ziehen
- Saugschlauch undicht: ein gerissener Ansaug-Stutzen zieht Falschluft und macht den Motor pauschal mager - keine Bedüsung der Welt kann das ausgleichen. Vor dem Tuning Stutzen und Membran auf Dichtheit pruefen
- Sportluftfilter-Wechsel ohne Anpassung: ein offener Pilz-Filter zieht deutlich mehr Luft als der Original-Kasten - Hauptduese und Nadel muessen mit angepasst werden
Werkzeug fuer das Vergaser-Tuning
Mit ueberschaubarer Werkzeug-Ausstattung kommt der Hobby-Tuner sehr weit:
- Duesen-Satz: passend zum Vergaser, mit 5 bis 10 Hauptduesen in Schrittweiten, plus 2 bis 3 Leerlauf-Duesen
- Duesen-Schluessel oder kleiner Steckschluessel: meist 6 oder 7 mm, einige Dellorto-Duesen brauchen einen schmalen Schlitzschraubendreher
- Schraubendreher: kreuz und schlitz fuer Vergaser-Deckel und Klemmschelle
- Mess-Lupe (10x) mit Skala fuer das Kerzenbild und zur Kontrolle von Duesen-Bohrungen
- Schiebermass oder Stahllineal mit 0,5-mm-Teilung: fuer die Schwimmer-Hoehe
- Saubere Auffangschale: fuer den Sprit aus der Schwimmerkammer beim Duesenwechsel
- Druckluft (oder Vergaser-Reiniger-Spray): zum Frei-Blasen von Bohrungen und Duesen
- Notizbuch: jede Aenderung mit Datum, Wetter, Hoehe und Ergebnis notieren - so entsteht in zwei Saisons eine eigene Setup-Datenbank
Wer dauerhaft auf Volllast feinabstimmt, kann zusaetzlich eine Lambda-Sonde mit Anzeige im Auspuff einsetzen - das ist aber nur fuer Renn-Setups noetig und ersetzt nicht das Kerzenbild als Lang-Zeit-Indikator.
Quellen
- Moped Army Wiki - "PHBG Tuning Made Easy - A Step by Step Guide" (Reihenfolge: Hauptduese, Nadel, Leerlauf): mopedarmy.com
- Moped Army Wiki - "How To Tune PHBG Carburetors" (Komponenten, Schwimmer-Hoehe parallel zur Vergaser-Basis): mopedarmy.com
- Dellorto PHBG Carburetor Tuning by Andrew Brown (W7/W9 vs. W16 Nadel-Vergleich): mopedarmy.com (PDF)
- Scooterstreet - "The Dellorto PHBG Tuning Textbook" (Standard-Bedüsungs-Tabellen): scooterstreet.com.au
- Mikuni Power Solutions - "VM Series Round Slide Carburetor Specs" (Werks-Bedüsung VM 20 = 180/22,5/239-O-6/4D20): motorang.com
- Mikuni VM Super Tuning Manual (5 Clip-Positionen Standard, Power-Jet-Kit fuer 2T): eccarburetors.com
- Duncan Racing - "Keihin Carb Jetting Guide PWK" (Pilot- und Hauptduesen-Wirkbereich, Nadel-Funktion in 1/4 bis 3/4 Gas): duncan-racing.com
- JRC Engineering - "JRC PWK Carb Instructions" (Nadel-Geometrie als wichtigste Stellgroesse): jrcengineering.com
- UMA Racing - "PWK Carburetor Settings Guide" (Setup-Tabellen Roller-Race): uma-racing.com
- k-parts.de - "2-Takt Vergaser einstellen, Schritt fuer Schritt" (Leerlauf-Schraube 1,5 bis 2,5 Umdrehungen, Kerzenbild-Methode): k-parts.de
- helpster.de - "2-Takt-Vergaser einstellen" (Gemischschraube und Leerlauf-Anschlag, Warmlauf-Pflicht): helpster.de
- rd350lc.de - "Zweitakt Vergaser Einstellung und Anleitung" (Wetter- und Hoehen-Einfluss auf Bedüsung): rd350lc.de
- motorradonline.de - "Vergaser einstellen, die richtige Gemischzusammensetzung" (Werkstatt-Praxis Hauptduese und Nadel): motorradonline.de
- DULV-Info "Vergasereinstellung" (Luftdichte, Temperatur und Druck als magerer/fetter-Wirkung): macht-shop.de (PDF)